Scheinwerfer polieren – so geht‘s

© Photocreo Bednarek - Fotolia.com
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Die Leuchtkraft Ihrer Scheinwerfer lässt zu wünschen übrig? In diesem Fall ist nicht unbedingt ein Wechsel der Leuchten angesagt. Kunststoffscheinwerfer werden mit der Zeit matt und trüb, was sich besonders nachts bemerkbar macht. Die Folge ist nicht nur eine Beeinträchtigung der Sicherheit. Milchige Scheinwerfer sind außerdem ein häufiger Grund dafür, dass Fahrern die TÜV-Plakette verwehrt wird.

Um diesen Mangel zu beheben, können Sie in die Brieftasche greifen und sich neue Scheinwerfer leisten. Oft genügt es aber, die betreffenden Scheinwerfer zu polieren, damit Sie wieder klare Sicht genießen. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Scheinwerfer polieren – was wird benötigt?

Scheinwerfer zu polieren, ist nicht weiter schwer. Es gibt allerdings ein paar häufig gemachte Fehler, die Sie vermeiden sollten. Das betrifft auch das verwendete Reinigungsmittel. Nehmen Sie Abstand von herkömmlicher Politur für Autos. Diese kann Spannungsrisse und damit ernsthafte Beschädigungen hervorrufen.

Legen Sie sich stattdessen folgende Dinge zurecht:

  • Warmes Wasser
  • Autoshampoo
  • Grobes und feines Schleifpapier
  • Poliermittel (spezielle Politur)
  • Mikrofasertuch
  • Klebeband

Üblicherweise ist das Polieren und Reinigen von Scheinwerfern schnell erledigt. Nehmen Sie sich trotzdem etwas Zeit und suchen Sie sich einen passenden Platz aus, an dem Sie genug Bewegungsfreiheit haben.

Scheinwerfer polieren – Anleitung

Bevor Sie mit dem Polieren beginnen, ist es notwendig, die Scheinwerfer zu reinigen. Dazu können Sie das Autoshampoo und das warme Wasser verwenden. Gehen Sie dann folgendermaßen vor:

  1. Schritt: Kleben Sie die Scheinwerfer an den Kanten ab, sodass Sie beim anschließenden Schleifen nicht die Lackierung des Autos beschädigen.
  2. Schritt: Befeuchten Sie das gröbere Schleifpapier und schleifen Sie die Scheinwerfer ab, bis eine ebene Fläche vorliegt.
  3. Schritt: Arbeiten Sie mit dem feinkörnigen Schleifpapier nach.
  4. Schritt: Polieren Sie die Scheinwerfer mit der Politur. Gehen Sie dabei Stück vor Stück und in kreisförmigen Bewegungen vor.
  5. Schritt: Versiegeln Sie die Scheinwerfer für ein optimales Ergebnis mit einem Kunststoff-Haftvermittler.

Am besten testen Sie das Ergebnis gleich nach dem Polieren Ihrer Scheinwerfer. Dazu können Sie eine zweite Person hinzuziehen oder eine Wand vor Ihnen anleuchten.

Was ist sonst noch zu beachten?

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Sie sehen, Autoscheinwerfer zu polieren, ist keine große Sache. Beachten Sie allerdings die folgenden Punkte für ein optimales Ergebnis:

  • Tragen Sie Gummihandschuhe beim Reinigen, sodass die Politur Ihre Fingernägel nicht angreift.
  • Besitzen Sie ein älteres Auto mit Glasscheinwerfer, wenden Sie sich an einen Fachmann. Hier ist die Pflege deutlich aufwendiger als bei Kunststoffscheinwerfern.
  • Begutachten Sie Ihre Scheinwerfer genau nach dem Reinigen. Entdecken Sie starke Kratzer oder/und Risse, ist es vielleicht sinnvoll, die Scheinwerfer komplett auszutauschen.
Übrigens: Statt Politur können Sie auch Zahnpasta verwenden, falls Sie Kosten sparen möchten. Im Regelfall erzielt man auch auf diese Art gute Ergebnisse.

Fazit

Dass Kunststoffscheinwerfer mit der Zeit matt werden und ein Polieren notwendig ist, ist ganz natürlich. Lassen Sie sich damit nicht zu viel Zeit. Schließlich ist ein wunschgemäß funktionierendes Licht mit entscheidend für die Sicherheit im Straßenverkehr. Lässt sich das Problem weder durch das Polieren noch durch den Austausch der Leuchtmittel beheben, wenden Sie sich an einen Fachmann. Eventuell kommen Sie in diesem Fall nicht darum herum, Ihre Scheinwerfer auswechseln zu lassen.